

Das Psychoanalytische Atelier der NLS Initiative Berlin
Die Lehre Jacques Lacans verknüpft und verflechtet die Theorie und Praxis der Psychoanalyse. Die Seminare Lacans zu lesen und zu entziffern, aus der Position des Nichtwissens und des Nichtverstehens heraus, lehrt uns zur gleichen Zeit das Entziffern des Unbewussten.
Diese Begegnung mit dem Text und mit der Art in der Lacan seine Lehre vermittelt, wird zu einer Erfahrung, die sowohl Theorie und Praxis angeht. Sie lehrt uns die Verortung und Isolierung des Wesentlichen, um die Struktur und Logik des Gesamten zu erkennen.
Das Psychoanalytische Atelier bietet eine Seminarreihe und einen klinischen Workshop an und richtet sich in einführender Weise an alle, die eine Erfahrung mit Lacans Lehre machen wollen. Es richtet sich vor allem an diejenigen, die beruflich anderen zuhören oder sich in einer Ausbildung im sozialen oder psychologischen Feld befinden.
Im Seminar des Ateliers arbeiten wir an dem Entschlüsseln des Textes Lacans, einschließlich den Literaturverweisen, die er uns gibt, und erfahren damit die Art und Weise, wie sich die Klinik erschließen lässt.
Im Workshop des Ateliers lesen wir Fallberichte und besprechen die klinischen und theoretischen Fragen, die sich darin abzeichnen.
Das Programm 2026 - 2027
1. Das Seminar
Das Begehren und seine Deutung
In diesem, wie in allen Seminaren Lacans, ist das Lesen des Texts, den Jacques-Alain Miller auf der Grundlage des Vortrags erstellt hat, eine spürbare Erfahrung. Das Thema des Jahres - "Was ist das Begehren?", fragt Lacan auf Seite 12 - erschließt sich in einer sehr lehrreichen Arbeitsweise Lacans. Die Frage „Was ist das Begehren“ ist natürlich auch in jeder Analyse im Vordergrund. Im Seminar, wie in einer Analyse, zeigt sich, dass das Sprechen des Analysanden die Antwort darauf in sich trägt. Das Unbewusste Lacans befindet sich im Sprechen, im Text des Gesagten. Um zu lernen, wie man das lesen kann, ist die Lektüre der Seminare unumgänglich.
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Jacques Lacan, Das Seminar, Buch VI, "Das Begehren und seine Deutung", 1958-59, Text eingerichtet durch Jacques-Alain Miller, Turia+Kant 2020.
2. Der klinische Workshop
Im klinischen Workshop studieren wir veröffentlichte Fallberichte im Detail. Er besteht aus der Konstruktion und Deutung des Analytikers, dessen Zuhören nicht auf dem Verstehen beruht, sondern auf dem Lesen des Textes des Analysanden. Es lässt sich eine Logik erfassen, die sich von dem, was sich wiederholt, und dem, was um ein Unsagbares kreist, ableiten lässt - unter Berücksichtigung der jeweiligen Art der Übertragung, die darin eine Rolle spielt. Die Konstruktion des Falls lädt dazu ein, sie nachzuverfolgen und sich das Sondern der Signifikanten, des Objekts, des Genießens und des Symptoms zu eigen zu machen.
Der jeweilige Fallbericht wird kurze Zeit vor dem Workshop gesendet, sodass Sie Ihre Fragen zu dem Fall vorbereiten können. Wir diskutieren darauf aufbauend diverse Themen, sowie Fragen der Diagnostik, der Orientierung der Analyse, der Übertragungsstruktur, des Genießens und des Begehrens, des Symptoms und der Anwendung der Lacanschen Konzepte.
Die Termine für das Atelier 2026/2027
Die gesamte Reihe findet auf Zoom statt
Der 5. Juni 2027 wird in Präsenz in Berlin und auf Zoom stattfinden
Samstags
Seminar: 10.00 - 12.00
Workshop: 12.30 - 14.00
10. Oktober 2026
mit Natalie Wülfing
21. November 2026
mit Natalie Wülfing
16. Januar 2027
mit Vicente Palomera
(Psychoanalytiker in Barcelona, AME, Mitglied der ELP und WAP)
13. Februar 2027
mit France Jaigu
(Psychoanalytikerin in Paris, Mitglied der ECF, NLS und WAP)
13. März 2027
mit Natalie Wülfing
10. April 2027
mit Laure Naveau
(Psychoanalytikerin in Paris, AME, Mitglied der ECF, NLS und WAP)
05. Juni 2027 (in Präsenz)
mit Dominique Corpelet
(Psychoanalytiker in Paris, Mitglied der ECF und WAP)
Terminänderungen vorbehalten!
Teilnahme: 100 € (gesamte Reihe)
Für Ihre Anmeldung schreiben Sie eine E-Mail an nataliewuelfing@gmail.com
Falls Sie das erste Mal teilnehmen, stellen Sie sich in der E-Mail kurz vor. Eventuell auch in einem persönlichen Gespräch.
Das Psychoanalytische Atelier wird von Natalie Wülfing geleitet.
Es nehmen mitarbeitend teil: Vicente Palomera (AME und Mitglied der ELP), France Jaigu (Mitglied der ECF, NLS), Laure Naveau (AME und Mitglied der ECF, NLS), Dominique Corpelet (Mitglied der ECF)
Natalie Wülfing ist Psychoanalytikerin in Berlin, Doktor in Psychologie, Mitglied der NLS (New Lacanian School) und der WAP (World Association of Psychoanalysis).