

Das Psychoanalytische Atelier der NLS Initiative Berlin
Die Lehre Jacques Lacans verknüpft und verflechtet die Theorie und Praxis der Psychoanalyse. Die Seminare Lacans zu lesen und zu entziffern, aus der Position des Nichtwissens und des Nichtverstehens heraus, lehrt uns zur gleichen Zeit das Entziffern des Unbewussten.
Diese Begegnung mit dem Text und mit der Art in der Lacan seine Lehre vermittelt, wird zu einer Erfahrung, die sowohl Theorie und Praxis angeht. Sie lehrt uns die Verortung und Isolierung des Wesentlichen, um die Struktur und Logik des Gesamten zu erkennen.
Das Psychoanalytische Atelier bietet eine Seminarreihe und einen klinischen Workshop an und richtet sich einführend an alle, die eine Erfahrung mit Lacans Lehre machen wollen.
Im Seminar des Ateliers arbeiten wir an dem Entschlüsseln des Textes Lacans, einschließlich den Literaturverweisen, die er uns gibt, und erfahren so wie sich die Klinik erschließen lässt.
Im Workshop des Ateliers lesen wir Fallberichte und besprechen die klinischen und theoretischen Fragen, die sich darin abzeichnen.
Das Programm 2026 - 2027
1. Das Seminar
Das Begehren und seine Deutung
Inhalt in Vorbereitung
-
Jacques Lacan, Das Seminar, Buch VI, "Das Begehren und seine Deutung", 1958-59, Text eingerichtet durch Jacques-Alain Miller, Turia+Kant 2020.
2. Der klinische Workshop
Was ist ein klinischer Fall?
Im klinischen Workshop studieren wir veröffentlichte Fallberichte im Detail. Die Frage, was ein „Fall“ ist, kommt insofern zur Diskussion, als dies einen Bezug zur Auffassung des Textes hat. Der Patient ist nicht der Fall, ein Fall wird konstruiert. Er ist eine notwendige Konstruktion und Deutung eines Analytikers von dem, was an Gesprochenem an ihn gerichtet wurde. Dem liegt zugrunde, dass das Zuhören des Analytikers nicht auf dem Verstehen beruht, sondern auf dem Lesen des Textes des Analysanden. Aus diesem Text lässt sich eine Logik erfassen, die sich von dem, was sich wiederholt, und dem, was um ein Unsagbares kreist, ableiten lässt. Auch unter Berücksichtigung der jeweiligen Art der Übertragung die darin eine Rolle spielt. In einem Fallbericht wird diese Logik mitsamt den Fragen und Lücken darin offengelegt. Die Konstruktion des Falls lädt dazu ein, sie nachzuverfolgen und sich das Sondern der Signifikanten, des Objekts, des Genießens und des Symptoms zu eigen zu machen.
Die Termine für das Atelier 2026/2027
Die gesamte Reihe findet auf Zoom statt
Der 5. Juni 2027 wird in Präsenz in Berlin und auf Zoom stattfinden
Samstags
Seminar: 10.00 - 12.00
Workshop: 12.30 - 14.00
10. October 2026
21. November 2026
16. Januar 2027
13. Februar 2027
13. März 2027
10. April 2027
05. Juni 2027 (Präsenz und Zoom)
Terminänderungen vorbehalten!
Teilnahme: 100 € (gesamte Reihe)
Für Ihre Anmeldung schreiben Sie eine E-Mail an nataliewuelfing@gmail.com
Falls Sie das erste Mal teilnehmen, stellen Sie sich in der E-Mail kurz vor. Eventuell auch in einem persönlichen Gespräch.
Das Psychoanalytische Atelier wird von Natalie Wülfing geleitet.
Es nehmen mitarbeitend teil: Vicente Palomera (AME und Mitglied der ELP), France Jaigu (Mitglied der ECF, NLS), Laure Naveau (AME und Mitglied der ECF, NLS), Dominique Corpelet (Mitglied der ECF)
Natalie Wülfing ist Psychoanalytikerin in Berlin, Doktor in Psychologie, Mitglied der NLS (New Lacanian School) und der WAP (World Association of Psychoanalysis).